Legale Wände

Der Kreis der urbanen Szene setzt sich für die Schaffung legaler Wände für Urban Art ein. Es sollen Wandflächen in Berlin gefunden und in legale „Hall of Fames“ umgewandelt werden. Die Anforderung ist eine gewisse Mindesthöhe (Mindestmaße 2m x 8m), ein guter öffentlicher Zugang und die Möglichkeit Mülltonnen aufzustellen und zu entleeren (zurzeit Planung ob Kooperation mit der BSR möglich wäre). Die legalen Wände werden jeweils über eine Patenschaft der Graffiti Lobby betreut, die ebenfalls ein ausgereiftes und von der Szene akzeptiertes Regelwerk erstellt hat. Das Regelwerk (u.a. keine fremdenfeindliche, rassistische, antisemitische und sexistische Inhalte, Müllentsorgung, Respekt vor der Stadt) wird sichtbar aufgestellt und durch wiederholte öffentliche Aktionen im Bewusstsein der Szene verankert. Gefordert sind 6 legale Wände in 4 verschiedenen Bezirken.

Die Standorte und das Regelwerk sollen in einer Wände-Karte vermerkt und auf www.berlin.de und auf  www.graffiti-lobby-berlin.de veröffentlicht werden. Informationen auf Englisch sind dabei wichtig, um auf den immer stärker werdenden „Graffiti Tourismus“ von ausländischen Writern/Sprühern einzugehen. Die Szene-fremden Akteure müssen ebenfalls eingebunden und zum warteorientierten Handeln angeregt werden.

Das „Recht auf Stadt“ und die berechtigte Aneignung städtischen Raumes sind Grundlage der Forderung nach legalen Wänden. Dies fördert den Respekt und die Identifikation mit der eigenen Stadt und dem direkten Wohnumfeld. Sie ist gelebte demokratische Beteiligung an unserer Gesellschaft. Die Idee trägt auch dem Leitbild der öffentlichen Verwaltung und vielen politischen Parteien Rechnung: das kreative, soziale und lebendige Berlin fördern – wertvollen Lebensraum in der Stadt erhalten und ausbauen.